Kapitel 1

 

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KAPITEL EINS - Der Anfang


Mercator bietet Speicherplatz für Webseiten und Domains mit globalem
öffentlichem Zugang zu diesen Seiten über das Internet an. Wir bieten auch eine
Form von Programm-Ausführungen an, bekannt als "cgi-bin". Unsere Computer
sind Pentium-Class PCs, mit Apache Server Software über einem Linux
Betriebssystem. Apache antwortet auf Web-Seiten Anfragen von einem Browser,
während Linux eines der verschiedenen Varianten des Betriebssystems Unix ist.

Sicherlich haben Sie bereits Ihr Login und Passwort erhalten. So, was nun?
Falls Sie noch keine Seite hochgeladen haben, wird der Browser Ihnen zeigen:
""You don`t have permission to access this server", wenn Sie über den Browser
auf Ihr Domain zugreifen möchten. Das ist normal! Keine Panik!
Der Grund ist, daß wir die Verzeichnisse gesichert haben und noch keine
"index.html" Datei in Ihrem Domain existiert. Manchmal legen wir schon vorher
eine dort ab, aber manchmal vergessen wir es auch einfach...

Einige Funktionen und Möglichkeiten kommen standardmäßig mit Ihrem Domain
Konto. Sie können FTP und TELNET für Datei-Operationen benutzen.
Wir erklären wie das geht auf einer anderen Seite.

Jeder Kunde bekommt seine eigene, Passwort geschützte UserID unter Linux.
Beim Einloggen mit seiner UserID bekommt der Kunde Zugang zu seinem
Speicherplatz. Jeder UserID "gehört" eine Struktur von Unterverzeichnissen im
Linux Dateisystem. Das "root-Verzeichnis" dieser Struktur ist das "home"
Verzeichnis, welches unter /home/userID/ gefunden werden kann. Man wird
bemerken, daß dies dem MS-DOS Verzeichnis System ähnlich ist, außer daß es
keinen Laufwerksbuchstaben gibt und statt dem "Backslash" ein "forward slash"
benutzt wird.

In diesem "home" Verzeichnis ist ein Unterverzeichnis mit Namen "www". Jeder
Kunde hat sein eigenes separates "www" Verzeichnis. Alle Dateien, die in diesem
"www" Verzeichnis untergebracht werden, können mit einem Browser über das
Internet betrachtet werden.

Wenn z.B. ein Browser (z.B. Netscape) nach einer URL fragt, wie
http://userid.com/page.html, dann sucht Apache (die Server software) nach der
Datei /home/userid/www/page.html und sendet sie aus.

Nun wissen wir, wo wir Dateien unterbringen müssen, damit man sie im Internet
betrachten kann (nämlich im "www" Verzeichnis), doch wie bekommt man die
Dateien dorthin?? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, abhängig von seinem
eigenen Computer.

Für den Macintosh gibt es ein Programm names "Fetch", welches vorwiegend
benutzt wird. Leider haben wir noch keine Dokumentation hierfür.

Für MS-DOS Systeme können Kommunikationsprogramme, wie z.B. ProComm
Plus eingesetzt werden.

Für UNIX Systeme wird rlogin benutzt, um eine Verbindung herzustellen.

Für Microsoft Windows Systeme wird FTP benutzt. Dies ist die einfachste
Methode.

Für weitere Infos, die NICHT in diesem Manual sein sollten (auch nicht auf
anderen Seiten), stehen wir jederzeit zur Verfügung.

Mit TELNET können Sie sich mit dem UNIX Shell Ihres Domain-Kontos
verbinden.

Für Windows gibt es eine Reihe von Telnet Programmen, wie z.B. das
Windows95 interne Telnet-Programm oder WS_FTP, welches wir Ihnen zum
Download zur Verfügung stellen können, da wir authorisierter Distributor für die
Version WS_FTP LE sind. Folgen Sie einfach diesem Link: 
Installieren Sie dieses Programm und starten Sie es. Klicken Sie auf den unteren
linken button mit der Aufschrift CONNECT. Dies öffnet ein neues Fenster
namens "session profile". Nun geben Sie die folgenden Werte ein:
Profile Name: (hier können Sie irgendeinen Namen eingeben, z.B. Ihren Domain
Namen)
Hostname: IhrDomain.com
Host_Type: Automatic detect (ist meistens vorgegeben)
UserID: Ihre UserID
Password: Ihr Passwort
Account:( das können Sie freilassen)
Remote Host: /home/IhrDomain/www (Ihren Domain-Namen OHNE die Endung,
z.B. "com" eingeben!)
Local PC: (hier können Sie das Verzeichnis auf Ihrem eigenen Computer eingeben,
wo sich die Dateien befinden, z.B.: c:\html\IhrDomain

Dann klicken Sie rechts auf "Save Password" und auf "Auto Save config" und dann
auf OK
und Sie werden mit Ihrem Domain verbunden. (Bemerkung! Beachten Sie, daß
/home/userID/ Ihr "home" Verzeichnis ist und /home/userID/www Ihr
WWW-Verzeichnis. Falls Sie jemals etwas in Ihr "home" Verzeichnis hochladen
müssen, ändern Sie mit "ChgDir" das Verzeichnis auf /home/userID/ )

Wenn Sie nun mittels FTP mit Ihrem Domain verbunden sind, können Sie auf der
linken Seite die Dateien in Ihrem eingenen Computer sehen und auf der rechten
Seite die Ihres Domains.
Um eine Datei von Ihrem Computer auf Ihr Domain zu senden, klicken Sie auf die
Datei und dann auf den "rechtsgerichteten" Pfeil. Achten Sie darauf, daß Sie in
Ihrem Domain in dem richtigen Verzeichnis sind. Viele Kunden machen sich
Unterverzeichnisse, wie z.B. /docs/ für Dokumente oder /gifs/ für Grafik-Dateien.

Unter den Fenstern sehen Sie drei "Radio" Buttons "ASCII", "BINARY" und
"AUTO". Achten Sie darauf, daß Sie alle TEXT Dateien (auch .html - Dateien +
Perl/cgi-Scripte) als ASCII Dateien hochladen, während Grafik Dateien (.gif + .jpg
und andere) als BINARY übertragen werden müssen!

Die "home-page" und HTML

Der Dateiname Ihrer Home-Page sollte "index.html" sein. Der Web-Server sendet
automatisch die Datei /home/userID/www/index.html, wenn ein Benutzer im
Browser http://userid.com eingibt.

Wenn Sie sich in Ihr Domain einloggen, werden Sie meistens schon zwei
Unterverzeichnisse sehen. Diese Verzeichnisse sind ANONFTP und CGI-BIN. Das
Verzeichnis "anonftp" is ein anonymes FTP Verzeichnis, wo Dateien hingeladen
werden können oder runtergeladen werden können von JEDEM Benutzer auch
ohne Passwort.
Dieses Verzeichnis ist natürlich von Ihrem Web-Verzeichnis getrennt. Falls Sie
beides möchten, Hoch- und Runterladen über anonymen FTP, wäre es angebracht,
ein separates Unterverzeichnis zu erstellen, welches "read-only" ist zum
Runterladen der Dateien und ein weiteres, welches "write-only" ist zum
Hochladen.

Telnet Account

Ein "Telnet Account" ist nur ein anderer Name für UNIX/LINUX UserID. Sie
benutzen Telnet, um Dateien hoch- oder runterzuladen. Mittels telnet können Sie
sich mit dem Shell-Prompt Ihres Domains verbinden. Sie könnten dann mehrere
einfache Unix - Programme laufen lassen, wie z.B.: mail, ein einfaches e-mail
Programm, pine, ein besseres E-mail Programm, ftp, um über ftp auf andere sites
zuzugreifen, telnet, um zu anderen sites zu telnetten, lynx, ein primitiver
text-orientierter Browser oder pico, ein nicht so einfach zu benutzender
Text-Editor.

Schreiben Sie "man" am Shell-Prompt und den Namen des Programmes, um eine
Online-Hilfe (in Englisch) zu erhalten.

Cgi-bin Zugang

"CGI" steht für "Common Gateway Interface", welches bedeutet, daß
Computer-Programme auf dem Web-Server ausgeführt werden können durch eine
WWW-Seite mittels des Browsers. Der "bin" Teil spielt auf die "Binary
executable" Programme an, resultierend aus kompilierten oder assemblierten
Programmen. Es ist ein bischen irreführend, denn CGIs können auch Unix shell
scripts oder interpretierte Sprachen wie Perl sein.

Ein typischer Gebrauch von CGI ist die Durchführung einer Online Form. Wenn
ein Besucher eine Form ausfüllt und dann den SUBMIT button drückt, wird damit
das CGI-Programm, welches in der HTML-Datei spezifiziert ist, auf dem Server
aufgerufen und die Informationen in der Form werden dem Programm als
Parameter zugänglich gemacht. Das Programm als solches kann dann damit alles
machen, was der Programmierer wünscht.

"cgiemail", z.B., ist ein kondensiertes Programm in C geschrieben, welches die
Informationen der ausgefüllten Form einsammelt und sie mittels e-mail an die
spezifizierte Adresse weitersendet. Auch wird eine WWW-Seite mit dem Inhalt der
Form angezeigt.
Falls Sie dieses Programm installiert haben möchten, können wir dies für Sie
gegen eine geringe Gebühr tun. Senden Sie uns eine e-mail an:
support@mercator.net

"imagemap" ist ein anderes nützliches CGI-Programm. Hier werden die
Koordinaten X-Y der Grafik-Datei mit der Spezifikation der Datei verbunden, so
daß beim Anklicken an bestimmte Punkte in der Grafik der Benutzer zu einem
anderen Dokument mittels link gebracht wird.
In der Tat ist dieses Programm weit verbreitet auf dem Internet.

Andere CGI scripts können nach einem Passwort fragen, dieses abchecken, dann
einen Zugang zu einer Datenbank gewähren oder Ähnliches.
Was genau es tut hängt vom Programmierer ab.

Ihre CGI-Programme sind in dem Verzeichnis cgi-bin unter dem /www/
Verzeichnis untergebracht (oder sollten jedenfalls dorthin).

Ihre E-mail Adresse

Ihr eigens Domain-Konto mit uns gibt Ihnen auch eine E-mail Adresse, die etwa so
aussehen könnte:
userID@userID.com
Sie können auch mehrere Adressen haben, wie z.B.
sales@userid.com oder info@userid.com. Alle Nachrichten an diese Adressen
landen in einer Mailbox. Wir erklären weiter unten, wie man diese erstellt und man
die Mail abfragt.

Falls Sie separate logins brauchen, also unterschiedliche E-mail Konten, können
wir diese auch (gegen eine geringe Gebühr) erstellen. Bitte senden Sie uns eine
Nachricht an support@mercator.net, falls Sie weitere Mail-Konten brauchen.

Benutzung der Mail

Sie können sich über telnet mit Ihrem Domain verbinden und Ihre Nachrichten
mittels pine lesen/schreiben. Aber der einfachste Weg ist ein Mail-Programm zu
konfigurieren, wie z.B. Eudora.
Eudora ist ein Mail-Programm, welches unter MS Windows läuft.

Eudora verbindet sich mit dem Mail-Server über Winsock. Nachrichten können
sowohl offline als auch online geschrieben und gelesen werden, aber stellen Sie
sicher, daß Winsock läuft, bevor Sie versuchen Ihre Nachrichten abzurufen oder zu
senden.

Nachdem Eudora auf Ihrem PC installiert ist, muß es für unseren Mail-Server
konfiguriert werden. Um dies zu tun, starten Sie Eudora und wählen Sie "Settings"
oder "Options" unter dem "Special" oder "Tools" Menü (hängt von der Version
ab).

Geben Sie nun ein:

   Unter "Getting started": als POP-account geben Sie ein
   "userID@userID.com" (ersetzen mit Ihrer eigenen UserID!)
   als "Real Name" Ihren Namen
   unter "Personal Information" Ihre eigenen Informationen
   unter "HOSTS" als POP-account (falls es nicht schon dort steht) wieder Ihre
   mail - Adresse
   und unter SMTP den mail-server Ihres Access-providers.
   Diesen müßten Sie ggfs. erfragen. Das SMTP Protokoll ist um Ihre
   Nachrichten zu SENDEN und deshalb muß es entsprechend den Einstellungen
   Ihres lokalen Access Providers eingerichtet werden.
   Unter "advanced network features", wählen Sie 90 Sekunden für das "network
   timeout".
   Die Option "save password" sollte gewält sein.
   Der "authentication style" sollte die Option "password" sein.
   Unter "Connection method" wählen Sie nicht die Option "offline"

Falls Sie mehrere E-mail Adressen haben, können Sie eine separate Kopie von
Eudora für jede E-mail Adresse erstellen. (Ich habe aber auch eine bessere Lösung.
Fragen Sie mich an.

Eudora "Light" ist freeware und wird von Qualcom angeboten. Es kann über das
Internet heruntergeladen werden. Die Version "Pro" muß erworben werden.
Suchen Sie Eudora bei Yahoo für weitere Details.

.forward (Nachrichten weiterleiten)

Sie können Ihre Nachrichten auch an irgendeine andere E-mail Adresse
weiterleiten. Dazu erstellen Sie eine Datei namens .forward, welche Sie in Ihr
Home-Verzeichnis stellen. Tragen Sie in diese Datei die E-mail Adresse ein, an
welche Sie Ihre Nachrichten weiterleiten möchten. Nun werden alle Ihre
Nachrichten von Ihrem User-Konto zu Ihrer anderen Mail-Adresse weitergeleitet.

Beachten Sie, daß Dateien, die mit einem Punkt anfangen "." versteckte Dateien
sind. Um diese zu sehen, geben Sie am Shell-Prompt "ls -al" ein (über telnet).
 


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